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Das Wappen FrankreichsFrankreich (amtlich République française, deutsch Französische Republik; ist ein demokratischer, zentralistischer Einheitsstaat im Westen Europas. In Europa grenzt es an Belgien, Luxemburg, Deutschland, die Schweiz, Italien, Monaco, Spanien, Andorra, an die Nordsee, an den Atlantik mit dem Ärmelkanal und an das Mittelmeer. Neben dem Territorium in Europa gehören zu Frankreich Überseegebiete in der Karibik (u. a. Saint-Martin, das eine Landgrenze mit dem niederländischen Sint Maarten aufweist), Südamerika (Französisch-Guayana, das Landgrenzen zu Brasilien und Suriname hat), vor der Küste Nordamerikas, im Indischen Ozean und in Ozeanien. Ferner beansprucht Frankreich einen Teil der Antarktis. Frankreich ist ein Mitglied der EU.

Obwohl das Gebiet des heutigen Frankreichs bereits in früheren Jahrhunderten unter römischer Herrschaft stand und später den westlichen Teil des Frankenreichs bildete, beginnt eine eigenständige französische Geschichte erst mit der Aufteilung des Reichs Karls des Großen zwischen dessen Enkeln mit dem Vertrag von Verdun im Jahre 843.

Das französische Mittelalter war geprägt durch den Aufstieg des Königtums im stetigen Kampfe gegen die Unabhängigkeit des Hochadels und die weltliche Gewalt des Klerus, durch Teilnahme an verschiedenen Kreuzzügen und die Verfolgung von Ketzerbewegungen (wie z. B. der Albigenser), aber auch durch das Aufblühen der Städte, der Scholastik und der gotischen Architektur. Gleichzeitig vollzog sich die allmähliche Geburt der Nation und die Überwindung der englischen Ansprüche auf den Thron Frankreichs, welche zum Hundertjährigen Krieg führten und der letztlich mit dem völligen Verlust sämtlicher englischer Besitzungen auf dem Festland (mit Ausnahme von Calais) endete.

Mit der Eingliederung Burgunds und der Bretagne in den französischen Staat befand sich das Königtum auf einem vorläufigen Höhepunkt seiner Macht, wurde jedoch bald wieder durch den Konflikt mit den Habsburgern und vor allem durch die Religionskämpfe zwischen Katholiken und calvinistischen Hugenotten schwer erschüttert. Die Hugenotten wurden grausam verfolgt, es kam zu blutigen Ausschreitungen (wie beispielsweise in der Bartholomäusnacht im Jahre 1572), der Adel war gespalten in die Anhänger der protestantischen Bourbonen und der katholischen Guise. Erst nachdem sich die Stände in diesen Wirren verbraucht hatten, konnte die Krone wieder das Übergewicht erlangen und mit Heinrich IV. (Frankreich) den Weg zu einem einheitlichen absolutistischen Regime einschlagen.

Nachdem das Edikt von Nantes, erlassen im Jahre 1598, den Hugenotten vorläufigDas Wappen der französischen Könige die bürgerliche Gleichberechtigung und religiöse Duldung gewährte und somit für eine gewisse innere Geschlossenheit sorgte, gelang es in der Folgezeit den Kardinälen Richelieu und Jules Mazarin, endgültig den absolutistischen Staat zu errichten. Gemäß dem Edikt von Fontainebleau von 1685 wurden die Hugenotten vertrieben und verfolgt. Auch unter Ludwig XIV., dem so genannten Sonnenkönig, der 1643 als Vierjähriger inthronisiert wurde und bis 1715 herrschte, führte Frankreich in zahlreiche Kriege. Wie schon im Dreißigjährigen Krieg waren auch die durch die Reformation gespalteten deutschen Nachbarn im schwachen Kaiserreich Ziel der Expansionsbestrebungen. Die französischen Raubzüge, Verwüstungen und Eroberungen begründeten die deutsch-französische Erbfeindschaft.

ein Gemälde, das Napoleon III darstelltIm Zuge der Ereignisse der Französischen Revolution 1789 wurde das mehr als 1.200 Jahre währende Ancien Régime gestürzt. So begann eine Periode des Umbruchs, in der wechselnd republikanische, napoleonisch-imperiale und monarchistische Staatsformen herrschten. Unter Napoléon beherrschte Frankreich große Teile Europas, Soldaten aus vielen Völkern wurden zur Teilnahme an dessen Kriegen gezwungen, so etwa im Russlandfeldzug 1812. Nach der Wiederherstellung der Monarchie dehnte Frankreich seine Macht wieder aus, eroberte weitere Kolonien, und erhob Anspruch auf das gesamte Rhein-Westufer (Rheinkrise).

Nach dem Angriff Frankreichs auf Preußen und der Gefangennahme von Kaiser Napoleons III. im Jahre 1870 setzte Frankreich als Dritte Französische Republik den Krieg fort, verlor aber diesen ebenso wie Elsaß-Lothringen.

Der französische Revanchismus mündete in den Ersten Weltkrieg. Zu Beginn des Zweiten Weltkrieges erklärte Frankreich Deutschland den Krieg, wurde 1940 nach kurzem Westfeldzug besiegt und – mit Ausnahme der von Vichy aus verwalteten Zone libre – bis 1944 besetzt. Nach dem Zweiten Weltkrieg verlor Frankreich seine größten verbliebenen Kolonien, Vietnam und Algerien, nach kriegerischen Auseinandersetzungen. Seit der Umstrukturierung zur Fünften Republik 1958 hat der Präsident umfassende Exekutivgewalt.

Auch hier können Sie die französische Sprache im Ausland erlernen.

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