La Digue

dieser Vogel trägt den Namen: Seychellen Paradiesschnäpper...La Digue ist die kleinste der drei bewohnten Hauptinseln der Seychellen. Auf 9,81 Quadratkilometern leben rund 2.200 Einwohner, die Diguois genannt werden. Der Strandabschnitt Anse Source d’Argent mit seinen Granitformationen gilt als Traumstrand und ist ein beliebtes Touristenziel. La Digue ist zugleich Hauptinsel des gleichnamigen Distrikts, eines der 25 Verwaltungsbezirke der Seychellen, zu dem auch die mehr als doppelt so große Insel Silhouette und weitere Inseln gehören.

Der größte Teil der Bevölkerung lebt im Westen der Insel, wo sich eine größere Lücke im Korallenriff befindet, die einen Zugang zum offenen Meer für größere Schiffe ermöglicht. Dort liegt der Hafen und Hauptort La Passe, der zugleich die einzige größere Siedlung mit Infrastruktur auf der Insel ist. Der Süden und Osten sind weitgehend unbewohnt.

Die Insel wurde 1744 von Lazare Picault entdeckt und zunächst Isle Rouge (rote Insel) genannt. Im Rahmen der Erkundungen des Inselarchipels durch Marion du Fresne wurde die Insel 1768 nach einem seiner Schiffe in La Digue umbenannt. Am 12. Februar 1771 nahm Charles Oger, Offizier des Schiffes Heure du Berger die Insel offiziell in Besitz für die französische Krone. Als die Seychellen 1794 erstmals von den Engländern erobert wurden, war La Digue unbewohnt. Die ersten Siedler waren 1798 aus Réunion deportierte Aufständische, darunter Maximilien Morel, dessen Frau Marie-Célérine Payet mit fünf Kindern und vier Sklaven 1799 ebenfalls nach La Digue umsiedelte. Obwohl die Sklaverei in den französischen Kolonien 1794 abgeschafft worden war, wurde sie auf den Seychellen weiter praktiziert. Im Jahr 1815, nachdem Maximilien Morel und seine Frau gestorben waren, umfassten die Besitzungen der Familie Morel mit 108 Acre etwa ein Fünftel der Fläche der Insel sowie 25 Sklaven. Die Namen Morel und Payet sind noch heute häufig auf den Seychellen anzutreffen. 1817 lebten lediglich 71 Menschen auf La Digue. 1827 waren es bereits 364 Einwohner, davon 240 Sklaven. Am 1. Februar 1835 wurde die Sklaverei offiziell abgeschafft. Die ehemaligen Sklaven mussten jedoch weiter als Arbeiter auf den Plantagen gegen einen geringen Lohn arbeiten. Erst ab dem 11. Februar 1839 gehörte das Zeitalter der Sklaverei auch auf den Seychellen endgültig der Vergangenheit an.

La Digue verfügt aufgrund seiner unmittelbaren Lage am Äquator über ein weitgehend gleichbleibendes, tropisches Klima mit ganzjährig hoher Luftfeuchtigkeit und Durchschnittstemperaturen von 25 bis 30 °C. Das Wetter wird durch die Windrichtung des Monsuns bestimmt. Der Nordwest-Monsun bringt von November bis April feuchtere Luft mit häufigeren Regenfällen und der Südost-Monsun von Mai bis Oktober trockenere Luft mit starken Winden. In dieser Zeit ist das Meer oft aufgewühlt. La Digue liegt, wie die beiden anderen bewohnten Hauptinseln des Archipels, außerhalb der Zone tropischer Stürme. Dennoch kann es zu starken Winden und vereinzelten Stürmen kommen. Das Fehlen hoher Berge führt auf La Digue dazu, dass durchziehende Wolken seltener abregnen. Daher ist die Niederschlagsmenge mit rund 1620 mm pro Jahr erheblich niedriger als auf Mahé oder Praslin. Die Landwirtschaft auf La Digue ist deshalb zur Bewässerung auf Grundwasser angewiesen.


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