Kanton Schaffhausen

In Gold ein springender schwarzer Widder mit roter Zunge, goldener Krone und Mannheit, goldenen Hörnern und Hufen.Schaffhausen (französisch Schaffhouse, italienisch Sciaffusa, rätoromanisch Schaffusa) ist ein deutschsprachiger Kanton im Nordosten der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Der Kanton Schaffhausen ist der nördlichste Kanton der Schweiz. Mit Ausnahme eines kleinen Teils von Stein am Rhein (Burg) und einem Fussweg von der Rheinbrücke von Schaffhausen nach Feuerthalen bis zum Wehr des Kraftwerkes Schaffhausen liegt der Kanton nördlich des Rheins, er ist fast nur von der Bundesrepublik Deutschland umgeben. Der Kanton Schaffhausen grenzt zudem an die deutsche Exklave Büsingen am Hochrhein. Südlich grenzt der Kanton, hauptsächlich im Rhein, an die Kantone Zürich und Thurgau.

Der Kanton ist in drei Teilgebiete aufgeteilt. Das Kantonsgebiet bei Stein am Rhein wird als Oberer Kantonsteil bezeichnet, jenes bei Rüdlingen/Buchberg als Unterer Kantonsteil.

Der Randen, ein Ausläufer des Jura, verleiht dem Kanton Schaffhausen einen hügeligen Charakter (ab 344 m ü. M., im Hagen 912 m ü. M.). Die Randenhöhen sind weitgehend mit Wald bedeckt. Deshalb ist der Kanton Schaffhausen neben dem Kanton Jura der waldreichste Kanton.

Östlich des Randen folgt der ebenfalls hügelige Reiat.

Südlich des Randen liegt ein fruchtbares, flaches Tal, der Klettgau, welches vor über 50'000 Jahren durch den Urrhein geformt wurde. Im Klettgau wird vorwiegend Reb- und Ackerbau betrieben.

Am Fusse des Reiat bei Thayngen wohnten vor über 10'000 Jahren in der prähistorischen Wohnhöhle Kesslerloch die ersten Menschen im Kanton Schaffhausen.

Um ca. 3900 bis 3500 v. wurden im Gebiet Weier südlich von Thayngen Pfahlbauten errichtet. 2011 nahm die UNESCO die ehemalige Pfahlbausiedlung Weier mit 110 weiteren Fundstellen in 6 Alpenländern in das Inventar des UNESCO-Weltkulturerbes auf.

Zur Zeit der Römer führte eine Heeresstrasse durch das Gebiet des heutigen Kantons Schaffhausen. Im 1. Jahrhundert v. Chr. wurde die römische Siedlung Iuliomagus (auch Juliomagus oder Iuliomago) gegründet, nahe der heutigen Ortschaft Schleitheim. Heute ist nur noch die Ausgrabung des öffentlichen Bades (Thermen) zugänglich.

Die Stadt Schaffhausen entstand etwa um 1000 aufgrund ihrer speziellen geografischen Lage oberhalb des Rheinfalles. Schaffhausen wurde dadurch zu einem wichtigen Umschlagplatz in der Region. 1045 verlieh König Heinrich III. in Köln Graf Eberhard VI. von Nellenburg das Münzrecht für Schaffhausen.

In Schaffhausen fand im Jahr 1402 einer der ersten bekannten Hexenprozesse statt.

Der Kanton geht auf das Herrschaftsgebiet der Stadt Schaffhausen zurück, die zur Zeit der Staufer Reichsstadt wurde. Der sich entwickelnde Stadtstaat wurde 1454/1501 Mitglied der Schweizerischen Eidgenossenschaft. 1529 wurde die Reformation eingeführt. Die aktuell gültige Verfassung wurde 2002 erlassen und hat diejenige von 1876 ersetzt.



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