Algarve

ein altes Wappen der Algarve von (Johann Janssonius - Atlas Contractus)Die Algarve ist die südlichste Region Portugals. Die Algarve bildet eine von sieben Regionen Portugals (Região do Algarve). Vor allem die Südküste der Algarve ist touristisch stark erschlossen.

Am Cabo de São Vicente bei Sagres liegt der südwestlichste Punkt des Kontinents und der Parque Natural do Sudoeste Alentejano e Costa Vicentina. Begrenzt wird die Algarve im Norden von der Region Alentejo, im Westen und Süden vom Atlantik und im Osten bildet der Rio Guadiana die Grenze zu Spanien. Die Küstenlinie der Algarve erstreckt sich über 155 km von Ost nach West und 52 km vom Süden zum Norden.

Die Anwesenheit des Menschen ist in Portugal seit dem Homo Erectus belegt. Vom Neandertaler sind die Spuren durch einen Lagerplatz bei Vilas Ruivas im Distrikt Castelo Branco bereits deutlicher. Muschelschalenhaufen, von Archäologen Køkkenmøddinger genannt, entstanden vom Mesolithikum bis zum frühen Neolithikum durch den Verzehr von Muscheln an immer derselben Stelle. Aus diesen Muschelhaufen sind auch Bestattungen bekannt. Ab etwa 5000 v. Chr. ist der Ackerbau belegt (Cardial- oder Impressokultur). Später entstanden die zahlreichen Megalithanlagen (Alcalar).

Etwa 1000 v. Chr. drangen die Kelten hier ein und vermischten sich mit den Einheimischen zu Keltiberern. Etwa zeitgleich errichteten die Phönizier erste Häfen entlang der Küste der Algarve. Die Karthager gründeten ca. 550 v. Chr. Portimão (lat. Portus Hannibalis). Im zweiten Jahrhundert v. Chr. entstanden im Zuge der römischen Besiedelung der Iberischen Halbinsel zahlreiche Villen, deren Ruinen (Abicada, Boca do Rio, Milreu-Estói, Vilamoura) – vornehmlich in der Gegend von Faro und Lagos – besichtigt werden können.

Nach Eroberung durch die Goten im fünften Jahrhundert wurde die Algarve ab 711 von den muslimischen Mauren besiedelt. Der arabische Name al-gharb (der Westen) erklärt sich aus der geographischen Sicht Andalusiens. Bis zur portugiesischen Eroberung (Reconquista) im 13. Jahrhundert war zumindest im Westen der Algarve (Silves) die Mehrheit der Bevölkerung arabisch-maurisch. Seit Mitte des 15. Jahrhunderts eingeführte Sklaven stellten zum Ende des 16. Jahrhunderts mehr als die Hälfte der Bevölkerung der Algarve. Von 1595 bzw. 1640/66 bis 1808 war die Algarve ein halb-autonomes Gebiet mit eigener Steuerhoheit unter der Krone Portugals. Die portugiesischen Könige führten in dieser Zeit den Titel eines Königs von Portugal und Algarve. Als 1807 Napoleon in den Norden Portugals einmarschierte, wurde die Algarve von spanischen Truppen besetzt, der spanische Minister Manuel de Godoy wurde Fürst der Algarven. Diese Besetzung endete durch die Rebellion von Olhão im Jahre 1808.

In der Algarve werden europaweit die meisten Sonnentage gezählt. Die Sommer sind heiß und trocken; auch im Winter sinkt die Temperatur selten unter 10 Grad Celsius. Selbst der Januar bietet sonnige Tage um 20 Grad. Die Nachttemperaturen sind durchweg angenehm. Starke Sommerhitze stellt sich in der Regel immer nur für wenige Tage ein, wenn statt der kühlen Winde vom Atlantik der sogenannte Levante aus Afrika bläst. In den jüngsten Jahrzehnten hat die Brandgefahr zugenommen.


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