Rheindelta

Bau des Polderdammes, Fußach 1959Das Rheindelta des Bodensees ist das Flussdelta am südöstlichen Bodenseeufer, das der Rhein (hier auch Alpenrhein genannt) in ehemaligem Seegebiet gebildet hat. Es liegt größtenteils im österreichischen Bundesland Vorarlberg, kleinere Gebiete liegen im Schweizer Kanton St. Gallen.

Schon vor dem Krieg waren die untersten Rheinauen stark bedrängt, in Vorarlberg mit den Industriezentren Höchst und Hard, in St. Gallen mit dem Bau der Dornierwerke um 1920 und der Anlage des Flugplatzes Altenrhein.

Der heute als "Vater des österreichischen Naturschutzes" geltende und als ständiger Vertreter der österreichischen Landesfachstellen für Naturschutz tätige Günther Schlesinger (1886–1945) hatte Vorarlbergs Auffassungen zu Natur und Jagdrecht noch 1936 als "rückständig" bezeichnet: Alle als fischerei- oder jagdschädlich geltenden Tiere waren uneingeschränkter und schonungsloser Verfolgung ausgesetzt. Die so entstandene Liste wurde laufend um weitere "Räuber" erweitert, ebenso die ländlichen Speisekarten, und bis Mitte des 20. Jahrhunderts waren Wolf, Luchs, Wildkatze, Braunbär und Fischotter in Vorarlberg gänzlich ausgerottet.

1939 stellte Friedrich Lürzer, Forstmeister aus Bregenz, einen Antrag auf die Anwendung des Reichsnaturschutzgesetzes auf einer 750 ha großen Fläche am Bodenseeufer zwischen Alter und Neuer Rheinmündung und empfahl dringend, ein Schutzgebiet im Rheindelta auszuweisen, das "hinsichtlich des Landschaftsbildes und der Tierwelt eines der seltensten Mitteleuropas" war. Am 21. August 1942 wurde mit der Verordnung über die einstweilige Sicherstellung des Naturschutzgebiets Rheinau das Rheindelta seeseits des schon damals geplanten Polderdamms einschließlich eines ein Kilometer breiten Wasserstreifens und des Rheinholzes zum ersten Vorarlberger Schutzgebiet erklärt.

Außerdem schrieb die Seeuferschutzverordnung, die alle Seen Vorarlbergs und Tirols vor weiterer Verbauung und Privatisierung schützen sollte, vor: "Innerhalb dieses Gebietes ist es verboten, das Landschaftsbild zu verändern, neue Entwässerungsanlagen, Badehütten und Weganlagen zu errichten, landwirtschaftliche Nutzung einschließlich des Rohrschnittes und der Viehweide in einem größeren als dem bisherigen Umfange auszuüben und Holzschlägerungen (außer im Rheinholz) durchzuführen."

Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es rege Debatten zur Übernahme der Seeuferschutzverordnung in das Vorarlberger Landesrecht. Die Bezirkshauptmannschaft Bregenz als untere Naturschutzbehörde, und die Bodenseegemeinden Bregenz, Lochau und Hörbranz traten für die Beibehaltung ein. Hard, Höchst, Fußach und Gaißau waren dagegen, weil wirtschaftliche Nachteile und Eingriffe in die Eigentumsverhältnisse befürchtet wurden. 1949 wurde die Verordnung im Amtsblatt Nr. 33 für das Land Vorarlberg schließlich wieder verlautbart und sämtliche Gemeinden Vorarlbergs wurden aufgefordert, als Baubehörden für die Einhaltung der Seeuferschutzbestimmungen zu sorgen.

Ab Anfang der 1950er Jahre häuften sich am Bodensee die Ansuchen um Ausnahmebewilligungen für den Bau von Badehütten, Wochenendhäuschen, Campingplätzen, Fischerhütten und Geräteschuppen. Auch für die Anlage von Häfen, Lagerplätzen, die Entnahme von Kies oder Sand waren Ausnahmegenehmigungen von der Seeuferschutzverordnung erforderlich. 1957 beschloss die Vorarlberger Landesregierung schließlich, im Rheindelta keine Ausnahmebewilligungen mehr zu erteilen.


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