Panthéon

Erste Skizze Antoine-Jean Gros' für die Bemalung der Kuppel des Panthéon (um 1811)Das Gebäude wurde als Kirche der mächtigen Abtei Sainte-Geneviève geplant, im Auftrag von König Ludwig XV. in den Jahren 1764-90 von dem Architekten Jacques-Germain Soufflot (1713-80) und seinen Schülern errichtet, nach der Vollendung aber von den Führern der Revolution umgewidmet und zu einer Säkularen Gedenkstätte erklärt.

 

 

Kurz nach seiner Fertigstellung wurde der imposante Kuppelbau von den Führern der französischen Revolution als ein "Panthéon" zur nationalen Ruhmeshalle erklärt und damit profaniert. Als Ruhmeshalle sollten hier wichtige Persönlichkeiten der französischen Geschichte verewigt werden. Dies sollte mittels Denkmälern geschehen, doch war auch vorgesehen, die sterblichen Überreste bedeutender Franzosen in Ehrengräbern im Untergeschoss des Gebäudes zu bestatten. Unter dem gesamten Boden des ehemaligen Gotteshauses befindet sich keine Krypta im üblichen Sinne, sondern ein riesiges Gangsystem mit zahlreichen Kapellen, in denen jeweils bestimmte historische Personen gewürdigt werden, so ähnlich wie man in den christlichen Kirchen die Heiligen verehrte.

 

innerhalb des PanthéonEntsprechend illuster ist die Liste der hier beigesetzten Personen. Der erste Franzose, dessen Leichnam feierlich im Panthéon beigesetzt wurde, war 1791 der Revolutionsführer Mirabeau. Sein Leichnam wurde aber bereits 1793, als sein Name wieder in Ungnade gefallen war, aus dem nationalen Heiligtum entfernt. Am 11. Juli 1791 wurden Voltaires Gebeine in das Panthéon überführt, die auch heute noch dort ruhen.

 

Ebenfalls 1791 wurde der Architekt Quatremére de Quincy beauftragt, das Gebäude seiner neuen Aufgabe als nationales Panthéon anzupassen. Die ehemalige Kirche ist seitdem einer der wichtigsten Immediatbauten der so genannten Revolutionsarchitektur.

 

1849 gelang dem Physiker Jean Bernard Léon Foucault mit dem nach ihm benannten Pendel im Panthéon der empirische Nachweis der Erdrotation.

 

Während des 19. Jahrhunderts wurde das Panthéon zweimal umgewidmet: zunächst von der weltlichen Ruhmeshalle wieder zu einer der Heiligen Genoveva geweihten Kirche, und 1885 abermals von einer Kirche zur nationalen Ruhmeshalle der Franzosen.

 

Auslöser für letzte Umwidmung war der Tod Victor Hugos, der nach einer kurzen, aber mit Leidenschaft geführten Debatte unter dem Druck der öffentlichen Meinung schließlich ein Ehrengrab in der Krypta des Soufflot-Baues erhielt. Als bisher einzige Frau wurde Marie Curie im Panthéon beigesetzt. Im Herbst 2007 rückte das Panthéon auch international in das Blickfeld der Medien, als bekannt wurde, dass die Untergrundorganisation les UX in einer geheimen Aktion die defekte Uhr repariert hatte.

 

Unmittelbar nach ihrem Tod im Panthéon bestattet wurden Verstorbene nur in Ausnahmefällen (etwa Victor Hugo und Marie François Sadi Carnot). Die weitaus meisten Personen, die im Panthéon begraben sind, wurden erst viele Jahre nach ihrem Ableben dorthin übertragen. So wurde etwa der Leichnam des 1870 verstorbenen Alexandre Dumas im Jahr 2002 ins Panthéon verlegt - fast 130 Jahre, nachdem er in seinem Heimatort beerdigt worden war. Die Umbettung eines Leichnams oder einer Urne in das Panthéon wird offiziell "Panthéonisation" (Pantheonisierung) genannt und stellt quasi eine "mystische Erhöhung" des betreffenden Verstorbenen dar. Sie ist bis heute ein wichtiger Vorgang in der französischen Kulturpolitik. Vorschläge für die Aufnahme einer Person ins Panthéon werden von der Nationalversammlung unterbreitet, die endgültige Entscheidung darüber kann nur der französische Präsident treffen.

 


Hier sehen Sie einige Bilder, die ich selbst gemacht habe, um das Bild zu vergrößern, einfach anklicken. Download ist erwünscht. Sollten Sie Interesse an dem Originalbild haben, bitte kurze Mitteilung über "Kontakt" an mich.

Mehr Infos zu Panthéon erhalten Sie HIER!

 

 

ein Klick und ich werde groß!
ein Klick und ich werde groß!
ein Klick und ich werde groß!
ein Klick und ich werde groß!
beim Anklicken der Bilder, erhalten Sie zu fast jedem Bild Informationen zu dem Foto
ein Klick und ich werde groß!
ein Klick und ich werde groß!
ein Klick und ich werde groß!
ein Klick und ich werde groß!
       
ein Klick und ich werde groß!
ein Klick und ich werde groß!
ein Klick und ich werde groß!
ein Klick und ich werde groß!

ein Klick und ich werde groß!
ein Klick und ich werde groß!
ein Klick und ich werde groß!
ein Klick und ich werde groß!

ein Klick und ich werde groß!
ein Klick und ich werde groß!

 

zum Seitenanfang zur vorherigen Seite diese Seite drucken