Tag 2 - Ostsee

mein zweiter Tag auf See!Der Tag hat begonnen, traumhaftes Wetter. Wir sind immer noch auf der Ostsee, kein Land zu sehen.

Zum Frühstück gab es Bockwurst!!! Allerdings auch Toast und normalen Aufschnitt.

War längere Zeit auf der Brücke, alleine mit Kapitän Pawel. Normalerweise ist er drei Monate an Bord und drei zu Hause, jetzt ist er schon seit fünf Monaten unterwegs und muss noch vier Wochen an Bord bleiben.

Haben vor einiger Zeit die Insel Bornholm an Steuerbord in der Ferne gesehen.

Die Mitnahme des Fernglases hat sich schon bewährt.

Die Fahrt verläuft sehr ruhig, die See ist zwar nicht Spiegelglatt (Dünung ca. 1m) aber das Schiff schaukelt kaum.

Das Wetter ist ein Traum, Sonne, vereinzelt Wolken und dabei reger Schiffsverkehr. Mit dem Fernglas sind sie zum Teil zum Greifen nah.

Heute gab es zu Mittag wieder Hühnersuppe, danach dann gekochte/gebratene Rippchen, mit kaltem Reis sowie kalten Erbsen. Das Fleisch war lecker.

Am Nachmittag habe ich den Maschinenraum besichtigen dürfen, schon sehr beeindruckend. Allerdings klein im Gegensatz zur Frankfurt Express, die ich in den 90er Jahren besichtigen konnte.

Wurde heute auch mit den Sicherheitseinrichtungen des Schiffes vertraut gemacht, Treffpunkt bei Alarm, wie man in das Rettungsboot einsteigt, mein Sitz wurde mir gezeigt, Feuerlöschstationen und Anderes.

Morgen früh gegen 05:00 Uhr laufen wir Södertälje an, dort bleiben wir aber nur ca. 2 Stunden, dann geht es weiter nach Västerås, für die Strecke brauchen wir 5,5 h. Wird ein langer Tag.

Zum Abendessen gab es gekochtes Rindfleisch in Senf-/Dillsoße mit Salzkartoffeln, Gurke und kalten Erbsen. Normales Brot und Aufschnitt konnte man dann noch nachnehmen.

Der Koch hat extra frischen Kaffee für mich gemacht und automatisch schon 2 Löffel Zucker dazugetan. Der ist nett. Morgen frage ich mal, was er für ein Landsmann ist.

Das Wetter ist immer noch traumhaft, der Seegang ist praktisch nicht vorhanden.

Habe noch nicht viel gelesen, erst 100 Seiten. Es gibt hier so viel zu sehen, häufig stehe ich irgendwo auf dem Schiff und genieße das blaue Wasser, die Schiffe am Horizont und die herrliche Ruhe, wenn man vom Motor absieht, aber das nehme ich schon nicht mehr zur Kenntnis.

Derweil ist es 21:36 Uhr und die Sonne ist gerade untergegangen. Es ist ein Gefühl von Unendlichkeit, wenn man auf der Brückennock steht und auf das Meer schaut, der Horizont ist gut 20 km entfernt und egal wohin man schaut, nur Wasser. Ich kann verstehen, dass unsere Altvorderen dachten dass die Erde eine Scheibe ist.

Nun gehe ich in die Koje und freue mich auf Morgen.



Viel Spaß beim Stöbern!

 

 

  • bild-01 der Tag beginnt...
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