Jütland - Ostsee

Die Kimbrische Halbinsel mit ihren verschiedenen Gebieten.Geschichte:

Jütland hat seinen Namen von den Jüten, einem westgermanischen Volksstamm, der dann im 5. Jahrhundert mit den Angeln und Sachsen nach England (an den Medway) auswanderte, aber deren zurückgebliebener größerer Teil in den nordgermanischen Dänen aufging, die ihre Heimat verließen und Jütland von den Dänischen Inseln aus besiedelten. Aus dieser Periode stammt der Siedlungsplatz Hvolris bei Viborg. Die Jüten/Dänen stießen südwärts bis an die Eider vor, wo sie auf Sachsen und Slawen stießen. Der Fluss sollte ab 811 über ein Jahrtausend die dänische Südgrenze bilden. Der Name der Halbinsel geht auf die Kimbern zurück, einen nordgermanischen Volksstamm, der um das 1. Jahrhundert v. Chr. mit den Teutonen in die heutige Schweiz und dann − aufgespalten − durchs Rhonetal nach Frankreich oder über den Brennerpass nach Italien zog.

Geographie:

Im dänischen Jütland setzt sich das schleswig-holsteinische Landschaftsbild nach Norden fort, mit Marschen an der Nordseeküste im Westen, einem Endmoränenrücken (Geest), der die Halbinsel in Nord-Süd-Richtung durchzieht, in der Mitte und lehmigem Hügelland, das aus den Grundmoränen der Eiszeit besteht, im Osten, insbesondere auf der Halbinsel Djursland fort, die zum Amt Århus gehört. Die heutige Topographie ist aber noch nicht alt, da sich Jütland entlang einer diagonal verlaufenden Kippachse im nordöstlichen Teil immer noch (10 mm/Jahr, ursprünglich 75 mm/Jahr) hebt und im Südwesten senkt. Die Halbinsel Djursland war z. B. bis in die jüngere Vergangenheit vom Kolindsund (einem Meeresarm) geteilt, der heute gänzlich verlandet, aber immer noch als flache, mitteldjursländische Talebene erkennbar ist. Nördlich von Esbjerg findet sich im Westen eine Ausgleichsküste mit hohen Sanddünen. Vom Limfjord wird Jütland in ost-westlicher Richtung durchschnitten. Mitten durch Jütland läuft, in Viborg beginnend und in Wedel bei Hamburg endend, der Ochsenweg oder dänisch. Hærvejen (Heerweg). Historiker vermuten, dass die Anfänge dieses Weges bis in die Steinzeit zurückreichen.

Größte Stadt in Jütland und zweitgrößte Stadt Dänemarks ist Århus, höchste Erhebung (und mit 171 m über NN auch die höchste Dänemarks) ist der Ejer Bavnehøj (oder der nahegelegene Yding Skovhøj) bei Skanderborg, längster Fluss und auch längster Fluss Dänemarks ist der Gudenå mit 173 km Länge. Unter abweichender Definition des Begriffes Jütland wird der Gudenå von der Eider mit 188 km in der Länge übertroffen.

Das dänische Jütland zwischen der Nord- und Ostsee ist eines der beliebtesten Ausflugsziele des Inselstaats weltweit. Die kilometerlangen Strände ziehen viele Badefreudige an, trotz des windigen (idealer Wind für die Drachenfreunde) Wetters. Familien lieben die jütländische Küste,  da es mit ihren breiten und feinen Sandstränden und dem flachen Wasser besonders kinderfreundlich ist. Die Küste zieht die Touristen aber auch mit den schönen und urigen Hafenorten an. Aber auch für diejenigen, die abgelegene dänische Ferienhäuser am See bevorzugen, wo sie selber angeln und paddeln können, kommen ganz auf ihre Kosten.

Hinter den Ortsnamen verbergen sich Infos und Bilder zu den entsprechenden Orten.

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